Gartenschreiber
Wolfram Franke

Gemüse Mischkulturen

Einen großen Teil des Gartens nimmt das Gemüse ein. Ich bewirtschafte den Garten biologisch und dazu gehören eine auf den Nährstoffbedarf der Pflanzen abgestimmte Fruchtfolge sowie vielfältige Mischkulturen. Gedüngt werden mit Hornspänen oder Hornmehl nur die Starkzehrerbeete, auf denen Tomaten, Gurken, Kürbis, Zucchini oder Kohl wachsen. Die im nächsten Jahr folgenden Mittelzehrer, wie Möhren, Schwarzwurzeln oder Salate erhalten allenfalls noch etwas Kompost und die Schwachzehrer wie Bohnen und Erbsen nehmen im dritten Jahr mit den Resten vorlieb. Die Mischkulturen garantieren mir, dass die Pflanzen weitgehend frei von Krankheiten und Schädlingen bleiben. Gegen die Schneckenplage habe ich rund um den Gemüseteil einen Schneckenzaun errichtet.

Gute Nachbarn

Die klassischen Kombinationen verschiedener Gemüsearten auf einem Beet sind zum Beispiel Zwiebeln und Möhren – beide sollen sich gegenseitig Fliegen vom Leibe halten – ; Tomaten, Kohl und Sellerie: Tomaten und Sellerie vertreiben den Kohlweißling, Kohl und Tomaten sollen vor Sellerierost schützen und Sellerie sowie Kohl die benachbarten Tomaten vor Braunfäule. Es gibt viele solcher Regeln. Sie funktionieren nicht hundertprozentig und nicht isoliert von anderen Umwelteinflüssen. Man kann jedoch sagen: Je vielfältiger und bunter die verschiedenen Gemüsearten im Garten oder auf einem Beet miteinander gemischt sind, desto geringer ist die Gefahr, dass sich Krankheiten und Schädlinge ausbreiten.